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| Ehrendenkmal für russische Soldaten, mit prächtiger Aussicht über Ulaanbaatar. |
Am Freitagmorgen nahm ich das Taxi zum Flughafen. Es war noch sehr wenig Verkehr unterwegs und ich schnappte mir das zweite Auto, das vorbeifuhr. Der Fahrer schien das Wort Airport zu verstehen, fuhr dann aber plötzlich in die entgegengesetzte Richtung. Als ich ihn zurechtwies, stimmte die Richtung dann. Später stellte sich dann heraus, dass er einfach einen längere Route wählen wollte (der Taxifahrer vom Flughafen zu meiner Wohnung nahm nämlich auch nicht den kürzesten, was sich dann im Preis widerspiegelte).
Meli landete pünktlich und erschien als eine der ersten Passagiere am Ausgang. Wir nahmen eines der vielen Taxiangebote an und fuhren zuerst mal in die Wohnung. Nach einer kurzen Erholungspause ging‘s das erste Mal los in die Stadt. Wir machten das offizielle Sightseeing (Sukhbaatar Square, Ikh delguur, SDC Büro...) und gingen auf der Bank noch unsere Finanzen aufbessern. Als wir dann kurz darauf bei einem Parkplatz vorbeikamen, wurde ich von vorne von einem Mongolen angerempelt, ein zweiter drängte mich gegen ein Auto und als ich nach hinten ausweichen wollte, merkte ich wie ein dritter mein Portmonee aus meiner Tasche ziehen wollte. Glück gehabt, ich war schneller.
Zum Znacht kochten wir uns Minestrone mit viel Gemüse. Meli war müde und ging deshalb früh zu Bett. Mitten in der Nacht erwachte ich dann, von merkwürdigen Geräuschen. Meli hat wohl etwas schlechtes gegessen und musste sich die ganze Nacht übergeben. Die nächsten zwei Tage war also Genesung und Erholung angesagt.
Am Montag ging‘s weiter mit Sightseeing: Wir besuchten das Naturhistorische Museum. Neben einigen grossen Dinosaurierskeleten gab es viele Exponate die auch schon bessere Tage gesehen haben. Nebenbei war natürlich auch noch viel über die geologischen Begebenheiten der Mongolei zu erfahren.
Am Nachmittag stöberten wir auf dem Schwarzmarkt herum und kauften und billige NorthFace Jacken (natürlich billige Imitate aus China). Es gab unglaublich viel zu sehen, da kann man vom Hosenknopf bis zur Ger alles kaufen.
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| Meli mit Blick über UB vom Ehrendenkmal aus. |
Am Mittwoch wollten wir eigentlich auf unseren zweitägigen Ausritt, doch Rebekka machte uns den Vorschlag am Wochenende ein Buddhistisches Kloster im Norden zu besuchen und so verschoben wir unseren Ausritt. Wir hatten also weitere Zeit um die Stadt zu erforschen. Wir besuchten das Gandan Kloster. Im Gandan Kloster war grosse Putzaktion angesagt, da in diesen Tagen der Dalai Lama zu besuch kam. Es wimmelte von Mönchen und gläubigen Mongolen.
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| Mongolen beim Drehen der Gebetsmühlen. |
Am Abend gab‘s dann ein weiteres Highlight: wir gingen mit den anderen Schweizern in ein Koreanisches Restaurant. Die Karte war unglücklicherweise nur auf koreanisch und mongolisch und die Kellnerinnen konnten kein Wort Englisch. So bestellten wir auf gut Glück und stellten fest, dass die koreanische Küche nicht so unser Fall ist.
Am Donnerstagmorgen kauften wir für unsere zweitägige Wanderung ein und fuhren mit dem Taxi zum Ih Tenger (wir wussten nicht, dass diese Tal im Privatbesitz des Regierungschefs ist). Der Taxifahrer zeigte uns dann ein Schild: Prohibited Area. Wir entschieden uns dann halt für ein Tal weiter östlich und begannen mit dem Aufstieg entlang einer Krete, vorbei an den Prohibited Area Schildern. Beim Mittagsrast hatten wir dann den Ausblick auf die Gebäude des Regierungschefs. Plötzlich tauchte eine Kolonne schwarzer Wagen auf und wir konnten durch das Fernglas beobachten, wie einige Mönche ausstiegen, der höchste Gast in der Mongolei dieser Tage glaubten wir auch zu erkennen, obwohl es hiess, dass er nicht offiziell vom Staatschef empfangen werden könnte (China!).
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| Blick auf den sich vor uns liegenden Wanderweg. |
Am nächsten Morgen, Meli hatte Blattern an den Füssen weiter bergauf und dann im übernächsten Tal wieder durch einen Wald bergab. Im Talgrund folgten wir dem Flüsschen und kamen schliesslich an den Tuul go, welchen es zu überqueren galt. Wir wollten eigentlich über die Zugbrücke gehen, doch diese wurde streng bewacht. Wir zogen also mal unsere Schuhe aus und durchquerten das erste seichte Gewässer. Drei mongolische Teenies winkten uns zu und erklärten uns mit Händen und Füsse und wenigen Brocken Englisch, dass sie uns durch den Fluss helfen werden. Wasserstand bis zur Hüfte. Wir zogen also unsere Hosen auch noch aus und wateten durch die Strömung. Die Jungs begleiteten uns bis zur Strasse und hielten für uns ein Taxi an.
Mit müden Füssen und nassen Unterhosen kamen wir zu Hause an. Es war ein unvergessliches Erlebnis.






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