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| Kloster Amarbajasgalant (links), im Vordergrund ein Owoo (volksreligions Zeichen). |
Amarbajasgalant - Steeperiders II
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| Unser russisches Gefährt. |
Wir holperten los und mussten bald feststellen, dass unser Van nicht über 70 km/h kommt, obwohl vor uns ein Weg von 350 km lag. Wir stellten uns also auf eine lange Fahrt ein. Unterwegs versuchten wir dem Fahrer (Ochdo) klar zu machen, dass wir gerne den Geierfels besuchen würden. Vorauf wir nach den ersten 100 km von der Teerstrasse auf die Piste abbogen. Das Geholpere nahm zu 100 Prozent zu. Der Geierfels, der weder von Geiern bevölkert wurde noch nach Geier aussah, beeindruckte uns berggewohnte Schweizer nicht wirklich, aber unseren Beinen war ein kurzer Spaziergang gerade recht.
Irgendwann als die Strasse nur noch gerade durch die Steppe verlief, stoppten wir am Strassenrand um zu picknicken. Ochdo wurde natürlich auch von uns verpflegt, obwohl wir nie herausfanden, ob ihm unser schweizerisches Picknick mit Gemüse, Käse und Brot wirklich schmeckte.
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| Tempel im Kloster. |
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| Eine der Gottheiten (Weisheit). |
In diesem Tohuwabohu hatten wir keine Chance den Abt zu finden und hingen ein bisschen ratlos im Kloster herum, wussten wir doch nicht, wo wir übernachten sollten. Als sich jedoch unser Fahrer gerade um ein Zimmer in einem Hotel (= Häuschen mit einigen Zimmern) bemüht hatte, kam ein junger Lama und rief uns zu Lobsang (Abt). Er begrüsste uns herzlich und führte uns in ein Gercamp, das vom Kloster seit diesem Sommer geführt wird. Es ist die erste kommerzielle Einnahmequelle des Klosters, welches dringend Geld für die Erhaltung der hölzernen Tempel braucht.
Nach dem Abendessen zeigte uns der 26 jährige Abt den Tempel und beantwortete einige unserer Fragen zum Buddhismus. Wir erfuhren unter anderem, dass alles was in einen Tempel gebracht wurde, dort mind. 3 Tage bleiben muss, also auch jeglicher Abfall den die Tausend Gläubigen heute dort liegen liessen.
Am nächsten Morgen, nach einigen süssen Gebäcken, machten wir uns auf zu acht Stupas (Reinkarnationen Buddhas) an einem Hügel in der Nähe. Als wir uns einigen Gebäuden näherten, öffnete uns eine Frau einen Tempel. Wir genossen die Aussicht und das schöne Wetter, bevor Meli und Rebekka in der Küchenger Pasta kochten. Die mongolischen Frauen schauten interessiert zu, boten ihnen Fleisch für in die Sauce an und konnten kaum glauben, dass Schweizer Pasta ohne Fleisch essen und erst noch Thymian von der Weide ins Essen streuen.
Danach trafen wir uns im Kloster wieder mit Lobsang. Er erzählte uns über das Leben im Kloster und erklärte uns einige Symbole des mongolischen Buddhismus. Da er jedoch an diesem Tag nach UB musste, hatte er nicht so viel Zeit, worauf er einen jungen Mönchen uns die restlichen Tempel zeigen liess. Dieser schien nicht allzu motiviert und hörte die ganze Zeit über Kopfhörer Popmusik.
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| Acht Stupas, die sieben ersten symbolisieren die Reinkarnationen Buddhas, die letzte das Nirvana. |
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| Blick vom Klostergelände ins Tal, durch das wir ritten. |
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| Unser idyllischer Zeltplatz. |
Nach dem unsere zwei mongolischen Begleiter das Campingmaterial geholte und das durchgebrannte Pferd von Ulzij wieder eingefangen hatten, ging es noch etwas in die Hügel hinauf, wo wir unser Nachtlager aufschlugen (Chinesische Zelte vom Schwarzmarkt, die schon etwas gelitten hatten). Wir machten ein Feuer und kochten eine mongolische Suppe (Hammelfleisch und Nudeln). Den drei Frauen war das etwas zu mager, worauf sie dann am Feuer bei Vodka, offeriert von Mende, von Schoggi-Banane und gebrannten Marshmellows zu schwärmen begannen.
Die zwei Mongolen verbrachten die Nacht im Freien, um die Pferde zu bewachen und als wir uns wieder aus unseren Zelten geschält hatten, ging es ohne Frühstück los. Zum Glück nicht weit. Im Restaurant des Klostergercamps gab es wieder mal Suutezä und süsse Gebäcke, die Meli langsam aber sicher zum Hals heraushingen.
In gestrecktem Galopp ging es dann ins Tal hinaus. Meli lieferte sich auf ihrem schnellen Pferd mit Ulzij ein Renne und ich konnte nicht mithalten, weil sich mein Sattel gelöst hatte. Nach dem Tränken der Pferde am Fluss, ging es zurück zum Camp. Die Pferde von Anna und mir waren plötzlich die schnellsten und kamen als erste ans Ziel.
Wieder zurück in UB galt es noch eine Anzahlung für den Trip in die Wüste zu erledigen und dann zu packen, denn am nächsten Morgen mussten wir früh aufzustehen.









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